inStyle? Out!
17. Oktober 2009, 01:10
Bei einigen Dingen bin ich so sehr “mädchen”, wie es nur geht. Klamotten und Schuhe sind so Themen, und glitzernde, glänzende Oberflächen auch.
Kürzlich brachte die Modezeitung inStyle eine Ausgabe zu ihrem 10jährigen Heftjubiläum raus – dick und in einen rotglänzenden Umschlag gehüllt, wie ein Weihnachtsgeschenk aus den Tagen, als ich Weihnachten noch mochte. Und obwohl ich sonst wirklich keine Modezeitungen kaufe (wofür gibt es Fashionblogs?), lockte mich das Heft. (Viele Seiten Mode & Schuhe! Rot! Glänzend! Noch Fragen?)
Beim Abwägen zwischen “neue Stiefel” und “neue Modezeitung” gewannen dann doch die Stiefel*, und die inStyle blieb im Zeitungsregal liegen.
Zum Glück, wie ich heute herausfand. Denn die Chefredakteuse der inStyle, Anette Weber, hat nicht nur eine hochgradigst steinzeitliche Auffassung von Arbeitszeitmodellen (“Teilzeit? Eine Redaktion ist kein betreutes Wohnen”, Video, ab ca. 4 Min 30), sondern sie verkündet auch mal ganz locker, dass Modeassistentinnen in ihrer Redaktion möglichst dünn sein sollten, um auch mal das ein oder andere Designerstück vorführen zu können.
Im Allgemeinen enthalte ich mich der Diskussion um Kleidungsgrößen, dick, dünn und knochige Models**, aber bei so etwas möchte ich doch vielleicht mal die ein oder andere militante Frauengruppe gründen.
Ich würde gerade am liebsten nachträglich jede einzelne inStyle, die ich mich 16 gekauft habe, zerreissen und das dafür ausgegebene Geld irgendeiner Anti-Magersucht-Gruppe spenden.
Sollte ich jemals wieder den Erwerb einer Modezeitschrift in Erwägung ziehen, dann macht es mir die aktuelle Medienlandschaft sehr einfach: never ever inStyle, von nun an nur noch Brigitte.
*bis dato nicht erworben… aber ich weiß, was ich mir zur Magisterprüfung schenken werde.
**Meine Kleidergröße qualifiziert mich nicht gerade für kritische Aussagen, also halte ich lieber den Mund.
17. Oktober 2009 um 01:41
YES! brigitte rulez – zu der entscheidung bin ich auch gekommen. von der kann man sogar die 50+-zeitschrift gut lesen
.
17. Oktober 2009 um 06:33
Also das hätte ich gerade so einer jungen Modezeitschrift ja gar nicht zu getraut! Bei deren Ansicht über Teilzeitarbeit sollte sie wohl auch die entsprechende Mode (sprich: biedere Fünfziger-Jahre-Kleidung) in ihrem Heft präsentieren.
Dann würde wenigstens das Gesamtpaket stimmen.
Unglaublich.
17. Oktober 2009 um 12:06
[...] Finja betrachtet das Ganze in einem sehr guten Posting auch nochmal mit einer Betrachtung der Frage, was für ein Mode- und Körperbild InStyle vertritt [...]
17. Oktober 2009 um 12:24
[...] was ich hinauswollte: Finja bloggt heute über die Zeitschrift inStyle und ihre steinzeitliche Vorstellung über Arbeitszeiten. Äußerst [...]
20. Oktober 2009 um 15:35
… sag mal: antwortest du auch auf kommentare? sonst erübrigt sich das ja irgendwie hier…
20. Oktober 2009 um 17:39
liebes rebhuhn, solange ich vom bloggen noch nicht leben kann, werde ich mich ein bisschen mehr um das bestehen meiner magisterprüfung in sechs wochen kümmern als um das beantworten von kommentaren. ich hoffe, das ist zumindest ein bisschen nachvollziehbar.
@palanka: super idee!
20. Oktober 2009 um 23:52
klar
! viel erfolg…
21. Oktober 2009 um 23:00
Hi Finja,
krass, also diese Instyle Dame hat sich da echt vergriffen mit ihrer Aussage. Trotzdem kein Grund, um Brigitte in den Himmel zu heben. Einen sehr lesenswerten Artikel fand ich in diesem Blog: http://orangesapples.blogspot.com/2009/10/german-magazines-bans-professional.html
Nach Auffassung von Brigitte handelt es sich
bei Models um “keine echten Frauen”.
Meiner Meinung nach eine reine PR-Aktion von Brigitte, um möglichst viel Medien-Echo zu produzieren und mal eben alle Models zu verteufeln. Will man in glossy magazines Tante Edna von der Lidl-Kasse sehen?(nichts gegen Lidl).
Grüße, Lilly
PS: Hab dich über den audimax-Artikel gefunden.