Look Beyond – Feminism Edition

22. Juli 2008, 20:56

- “Nennen Sie mir eine Frau, deren wissenschaftliche Arbeiten von grosser Bedeutung sind und die nicht Marie Curie heisst!” – Hu. Hm. Schwierig. Eine kleine Auswahl.

- Männer haben in der heutigen Gesellschaft Privilegien, das ist kein Geheimnis. Aber auch Frauen haben welche (abgesehen von der Tatsache, dass Brüste ein unausgesprochenes Argument in einer Interaktion mit einem Mann sein können…)

- Frau sein hat Nachteile – Frau und schwarz sein ist schlimmer: “they enjoy none of the advantages that black men gain from being male, or that white women gain from being white.”

- Johanna nimmt sich die Tipps der Cosmopolitan zu Herzen. Nicht. (Zum Glück!)

- 83% of Egyptian women reported having been sexually harassed.

11 Kommentare zu “Look Beyond – Feminism Edition”

  1. GtC sagt:

    Gerade Emmy Noether kommt nicht die Ehre zuteil, die sie verdient hätte – auch auf dieser Webseite nicht. Das zitierte Theorem kenne ich gar nicht, kann aber auch an der verqueren Formulierung liegen (die Seite liest sich ohnehin, als käme sie aus ‘nem Übersetzungsprogramm). Dafür jede Menge wichtige Beiträge in der kommutativen Algebra.

  2. nathalee sagt:

    Ich kenne das zitierte Theorem. Es ist eigentlich DAS Noether-Theorem in der theoretischen Mechanik. Meitner wäre mir auch spontan eingefallen. Und bei der Wu wundert sich die Fachwelt, warum sie keinen Nobelpreis bekommen hat, so meine (weibliche) Kern- und Teilchenphysik-Professorin.

  3. markus sagt:

    Emmy Noether hat ja auch nix zur Wissenschaft beigetragen. Die war Mathematikerin!

    Ich würde spontan mal Ada Lovelace in den Ring schicken wollen.

    Wo wir bei Mathematik sind: Sophie Germain.

  4. GtC sagt:

    Wie jetzt? Du meinst, Mathematik sei keine Wissenschaft?

    Die Gräfin Lovelace mag ja ganz nett sein, aber derart Bahnbrechendes wie Emmy Noether hat sie nicht vollbracht. Außerdem ist eine Programmiersprache nach ihr benannt; das, finde ich, reicht erstmal als Würdigung.

  5. Dr. Azrael Tod sagt:

    @GtC als Mathematiker darf makx das *g*

  6. markus sagt:

    @GtC

    Sätze nach Personen zu benennen oder auch Eigenschaften von Objekten ist auch eine Ehrung, aber eben eine die sehr lokal begrenzt ist.
    Genauso wie nicht “jeder” weiss, dass Ada eine Programmiersprache ist weiss eben auch nicht “jeder” was ein noetherscher Ring ist (und es gibt noch ne ganze Wagenladung weiterer Ergebnisse von Frau Noether die wichtig sind).

    Dahingegen sollte Albert Einstein viel mehr Menschen bekannt sein. (Vielleicht hinkt der Vergleich ein wenig, weil der ja ein ziemlicher Popstar unter den Wissenschaftlern ist).

  7. Genderblog » Kurz verlinkt in dieser Woche (25.7.2008) sagt:

    [...] Nennen Sie mir eine Frau, deren wissenschaftliche Arbeiten von grosser Bedeutung sind und die nicht Marie Curie heisst! Hier sind schonmal vier. (via) [...]

  8. doppelfish sagt:

    Vielleicht kennt kaum jemand Frau Hopper … aber ihre ErfindungWortschöpfung dürfte jedoch jedermann bekannt sein.

  9. markus sagt:

    Zitat vom Genderblog von ORF:

    (ORF) Laut einer Studie von 2006 zum Thema
    Gender/Geschlecht und Freie und Open-Source-Software sind weniger als 1,5 Prozent der Open-Source-Entwickler und -Entwicklerinnen Frauen.

    Das sagt ja alles über weibliche Geeks…

  10. doppelfish sagt:

    Weibliche Geeks? Och, da gibt’s schon einige.

  11. GtC sagt:

    @Dr. Tod: Dann darf ich als Mathematiker aber auch dagegenhalten, oder nicht?

    @markus: Volle Zustimmung, aber ich verstehe nicht ganz, was du damit sagen willst. Alles was ich sagen wollte, war, dass Frau Lovelace nicht so gut in die Kategorie verkannter Wissenschaftlerinnen passt wie Emmy Noether, da sie vergleichsweise(!) wenig zu ihrer Wissenschaft beigetragen hat, aber dennoch ähnlich bekannt ist. Zumindest vermute ich, dass ungefähr genau so viele Menschen die Programmiersprache kennen, wie noethersche Ringe, Räume oder die Noether-Normalisierung.

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