Look Beyond – Feminism Edition
22. Juli 2008, 20:56
- “Nennen Sie mir eine Frau, deren wissenschaftliche Arbeiten von grosser Bedeutung sind und die nicht Marie Curie heisst!” – Hu. Hm. Schwierig. Eine kleine Auswahl.
- Männer haben in der heutigen Gesellschaft Privilegien, das ist kein Geheimnis. Aber auch Frauen haben welche (abgesehen von der Tatsache, dass Brüste ein unausgesprochenes Argument in einer Interaktion mit einem Mann sein können…)
- Frau sein hat Nachteile – Frau und schwarz sein ist schlimmer: “they enjoy none of the advantages that black men gain from being male, or that white women gain from being white.”
- Johanna nimmt sich die Tipps der Cosmopolitan zu Herzen. Nicht. (Zum Glück!)
- 83% of Egyptian women reported having been sexually harassed.
22. Juli 2008 um 21:18
Gerade Emmy Noether kommt nicht die Ehre zuteil, die sie verdient hätte – auch auf dieser Webseite nicht. Das zitierte Theorem kenne ich gar nicht, kann aber auch an der verqueren Formulierung liegen (die Seite liest sich ohnehin, als käme sie aus ‘nem Übersetzungsprogramm). Dafür jede Menge wichtige Beiträge in der kommutativen Algebra.
22. Juli 2008 um 21:32
Ich kenne das zitierte Theorem. Es ist eigentlich DAS Noether-Theorem in der theoretischen Mechanik. Meitner wäre mir auch spontan eingefallen. Und bei der Wu wundert sich die Fachwelt, warum sie keinen Nobelpreis bekommen hat, so meine (weibliche) Kern- und Teilchenphysik-Professorin.
24. Juli 2008 um 21:06
Emmy Noether hat ja auch nix zur Wissenschaft beigetragen. Die war Mathematikerin!
Ich würde spontan mal Ada Lovelace in den Ring schicken wollen.
Wo wir bei Mathematik sind: Sophie Germain.
25. Juli 2008 um 06:34
Wie jetzt? Du meinst, Mathematik sei keine Wissenschaft?
Die Gräfin Lovelace mag ja ganz nett sein, aber derart Bahnbrechendes wie Emmy Noether hat sie nicht vollbracht. Außerdem ist eine Programmiersprache nach ihr benannt; das, finde ich, reicht erstmal als Würdigung.
25. Juli 2008 um 07:23
@GtC als Mathematiker darf makx das *g*
25. Juli 2008 um 08:14
@GtC
Sätze nach Personen zu benennen oder auch Eigenschaften von Objekten ist auch eine Ehrung, aber eben eine die sehr lokal begrenzt ist.
Genauso wie nicht “jeder” weiss, dass Ada eine Programmiersprache ist weiss eben auch nicht “jeder” was ein noetherscher Ring ist (und es gibt noch ne ganze Wagenladung weiterer Ergebnisse von Frau Noether die wichtig sind).
Dahingegen sollte Albert Einstein viel mehr Menschen bekannt sein. (Vielleicht hinkt der Vergleich ein wenig, weil der ja ein ziemlicher Popstar unter den Wissenschaftlern ist).
25. Juli 2008 um 10:50
[...] Nennen Sie mir eine Frau, deren wissenschaftliche Arbeiten von grosser Bedeutung sind und die nicht Marie Curie heisst! Hier sind schonmal vier. (via) [...]
25. Juli 2008 um 14:11
Vielleicht kennt kaum jemand Frau Hopper … aber ihre
ErfindungWortschöpfung dürfte jedoch jedermann bekannt sein.25. Juli 2008 um 16:41
Zitat vom Genderblog von ORF:
(ORF) Laut einer Studie von 2006 zum Thema
Gender/Geschlecht und Freie und Open-Source-Software sind weniger als 1,5 Prozent der Open-Source-Entwickler und -Entwicklerinnen Frauen.
Das sagt ja alles über weibliche Geeks…
25. Juli 2008 um 17:29
Weibliche Geeks? Och, da gibt’s schon einige.
25. Juli 2008 um 21:48
@Dr. Tod: Dann darf ich als Mathematiker aber auch dagegenhalten, oder nicht?
@markus: Volle Zustimmung, aber ich verstehe nicht ganz, was du damit sagen willst. Alles was ich sagen wollte, war, dass Frau Lovelace nicht so gut in die Kategorie verkannter Wissenschaftlerinnen passt wie Emmy Noether, da sie vergleichsweise(!) wenig zu ihrer Wissenschaft beigetragen hat, aber dennoch ähnlich bekannt ist. Zumindest vermute ich, dass ungefähr genau so viele Menschen die Programmiersprache kennen, wie noethersche Ringe, Räume oder die Noether-Normalisierung.